Staatliches Gutachten zur digitalen Barrierefreiheit

Beratungsstelle Radikalisierung

Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Behinderungen

Blindheit Mit Hindernissen nutzbar

Mehrere nicht bestandene Kriterien zu Alternativtexten, Semantik, Dialogen und Fokusführung schränken Screenreader-Nutzung deutlich ein, machen die Seite aber nicht völlig unbedienbar.

Sehbehinderung Kaum nutzbar

Fehlende Mindestkontraste, Probleme bei Reflow, Zoom und Bildern von Text sowie schlechte Fokusanzeige erschweren Nutzung für sehbehinderte Personen massiv.

Hörbehinderung Fast barrierefrei

Es werden keine audio-spezifischen Barrieren beschrieben, die meisten Probleme betreffen visuelle und Screenreader-Aspekte, daher ist die Seite für Gehörlose weitgehend nutzbar.

Motorische Behinderung Mit Hindernissen nutzbar

Tastaturnutzung ist grundsätzlich möglich, aber unsichtbare Sprunglinks, unklare Fokusreihenfolge und teils fehlende Fokusanzeige beeinträchtigen Menschen mit motorischen Einschränkungen spürbar.

Lernbehinderung Mit Hindernissen nutzbar

Fehlende saubere Struktur, Probleme mit Dialogen, Navigation und Fehlerkennzeichnung können Orientierung und Formularkommunikation für Menschen mit kognitiven Einschränkungen deutlich erschweren.

Neurodivergenz Mit Hindernissen nutzbar

Unklare Struktur, Fokus- und Dialogprobleme können für neurodivergente Nutzer überfordernd sein, gleichzeitig liegen keine Hinweise auf stark ablenkende oder zeitkritische Inhalte vor.

Veränderung

Aktuell angezeigt
16 gefundene Barrieren +13 zur vorherigen Prüfung
6,8/10 Ø Schwere -0,2 zur vorherigen Prüfung

Dokumentierte Barrieren

  • PDF ohne zugängliche Struktur

    Das geprüfte PDF enthält keine Tags und damit keine brauchbare semantische Struktur. Dadurch fehlen unter anderem Lesereihenfolge, Überschriften und Alternativtexte für Hilfstechnologien.

    Auswirkung: Ich kann das Dokument nicht sinnvoll mit dem Screenreader lesen oder gezielt darin navigieren. Inhalte können in falscher Reihenfolge oder gar nicht verständlich ankommen.

  • Seite bricht bei kleiner Ansicht nicht sauber um

    Bei kleiner Browserbreite überlappen sich Inhalte, zusätzliche Scrollrichtungen entstehen und wichtige Bedienelemente verschwinden. Die Seite passt sich damit nicht zuverlässig an kleine Bildschirme oder starke Vergrößerung an.

    Auswirkung: Ich muss horizontal scrollen und verliere dabei leicht den Überblick. Zentrale Funktionen können für mich praktisch unerreichbar werden.

  • Tastaturfokus im Dialog nicht beherrschbar

    Im geöffneten Dialog wird der Fokus unübersichtlich auf Elemente am Seitenende gelenkt und der vorherige Fokus ist verdeckt. Eine Schließung über ESC ist nicht möglich.

    Auswirkung: Ich verliere die Kontrolle darüber, wo ich mich gerade befinde. Das kann mich daran hindern, den Dialog sinnvoll zu bedienen oder zu verlassen.

  • Inhalte einer komplexen Grafik nicht zugänglich

    Die komplexe Grafik auf der Ablaufseite ist nur knapp beschrieben, aber nicht ausreichend erklärt. Die eigentlichen Informationen aus der Grafik stehen nicht in verständlicher Textform bereit.

    Auswirkung: Ich kann den Inhalt der Grafik nicht erfassen und wichtige Ablaufinformationen fehlen mir. Damit bleibt mir ein wesentlicher Teil der Seite verborgen.

  • Dialogfenster wird nicht als Dialog erkannt

    Das Modalfenster auf der Ablaufseite ist technisch nicht eindeutig als Dialog gekennzeichnet. Screenreader-Nutzende erkennen dadurch nicht zuverlässig, dass ein neues Fenster geöffnet wurde.

    Auswirkung: Ich kann den Wechsel in einen Dialogkontext leicht übersehen und bleibe gedanklich auf der Seite statt im Dialog. Das führt zu Verwirrung und Bedienfehlern.

  • Zu geringer Textkontrast

    Mehrere blau markierte Texte heben sich je nach Hintergrundbild nicht ausreichend vom Hintergrund ab. Gerade bei kleinen oder hellen Texten ist das Lesen erschwert.

    Auswirkung: Ich muss mich stark anstrengen, um Text sicher zu erkennen. Manche Inhalte übersehe ich möglicherweise ganz.

  • Fehlermeldungen schwer auffindbar und nicht verknüpft

    Formularfehler werden nur als Standardmeldung des Browsers angezeigt und sind nicht mit dem betroffenen Feld verbunden. Beim Scrollen können sie außerdem aus dem Sichtfeld verschwinden.

    Auswirkung: Ich erkenne nicht zuverlässig, was ich korrigieren muss und wo der Fehler liegt. Das macht das Abschicken von Formularen deutlich mühsamer.

  • Texte als Bilder statt als HTML-Text

    Wichtige Navigations- und Kontaktinformationen sind als Grafiken umgesetzt, obwohl sie als echter Text darstellbar wären. Dadurch lassen sie sich nicht flexibel vergrößern oder an persönliche Bedürfnisse anpassen.

    Auswirkung: Ich kann diese Inhalte schlechter lesen, zoomen oder mit eigenen Darstellungs-Einstellungen nutzen. Für mich wirken sie schnell wie schwer lesbare Bildausschnitte.

  • Tastaturfokus kaum sichtbar

    Einige Bedienelemente zeigen beim Navigieren mit der Tastatur keinen klaren Fokuszustand. In der mobilen Ansicht ist die Markierung ebenfalls schwer zu erkennen.

    Auswirkung: Ich weiß oft nicht, welches Element gerade aktiv ist. Dadurch kann ich mich leicht vertippen oder versehentlich falsche Aktionen auslösen.

  • Unlesbare Linkgrafiken ohne verlässliche Textalternative

    Verlinkte Grafiken sind nur über Titelangaben beschrieben. Diese werden von assistiven Technologien nicht zuverlässig ausgegeben, sodass die Bedeutung des Links oft unklar bleibt.

    Auswirkung: Ich kann nicht sicher erkennen, wohin ein Bild-Link führt oder was ich anklicken soll. Dadurch verliere ich Orientierung und kann Ziele nur erraten.

  • Aufklappmenüs verdecken Inhalte ohne gute Schließmöglichkeit

    Menüs öffnen sich bei Hover oder Fokus und legen sich über andere Inhalte. Ein schneller, eindeutiger Schließweg wie ESC fehlt.

    Auswirkung: Ich kann versehentlich Inhalte überdecken und dann nur mühsam weiterarbeiten. Das unterbricht meinen Arbeitsfluss und verunsichert bei der Navigation.

  • Zustand von aufklappbarer Navigation nicht erkennbar

    Bei aufklappbaren Navigationselementen wird nicht mitgeteilt, ob sie geöffnet oder geschlossen sind. Assistive Technologien erhalten damit keinen verlässlichen Zustandswechsel.

    Auswirkung: Ich weiß nicht, ob ein Menü bereits aufgeklappt ist oder nicht. Dadurch wird die Navigation unsicher und fehleranfällig.

  • Unklare Überschriften- und Listenstruktur

    Einige Seiten nutzen Überschriften und Listen nicht passend zur inhaltlichen Gliederung. Dadurch entsteht für Hilfsmittel keine saubere Struktur zum Springen und Verstehen.

    Auswirkung: Ich kann mich schlechter orientieren und Abschnitte nicht zuverlässig überblicken. Wichtige Inhalte sind für mich schwerer auffindbar.

  • Schlecht erkennbare Formularrahmen

    Die aktiven Ränder von Eingabefeldern heben sich kaum vom Hintergrund ab. So ist nicht immer klar, welches Feld gerade aktiv oder auswählbar ist.

    Auswirkung: Ich finde Eingabefelder schwerer und mache eher Eingabefehler. Besonders bei schwächerem Sehvermögen wird das Formular unsicher bedienbar.

  • Formularfelder ohne Eingabehilfe

    Auf Kontakt- und Startseite fehlen Hinweise für typische Eingaben wie Name oder E-Mail über die Autofill-Unterstützung. Die Felder geben ihren Zweck technisch nicht ausreichend preis.

    Auswirkung: Ich muss viele Angaben manuell eintippen, obwohl mein Gerät sie eigentlich vorschlagen könnte. Das kostet Zeit und erhöht die Fehlerwahrscheinlichkeit.

  • Störende Ausgabe von Layoutgrafiken

    Dekorative Layoutgrafiken sind nicht sauber als nicht-inhaltlich gekennzeichnet. Dadurch werden sie von Screenreadern mit angesagt, obwohl sie keine relevante Information enthalten.

    Auswirkung: Ich höre unnötige Ansagen und muss mich durch irrelevante Inhalte arbeiten. Das macht die Nutzung langsamer und anstrengender.

Hinweis: Diese Zusammenfassung mit generativer KI basiert auf den Informationen aus diesem Gutachten. Künstliche Intelligenz kann Inhalte nicht automatisch barrierefrei machen oder Prüfungen durchführen. Behinderungen sind komplex und mehrschichtig, weshalb diese Analysen nicht zutreffen müssen.

Technische Umgebung

OS
Windows 11 Enterprise (Version 22H2)
Browser
Firefox (Version 122.0.1)
Screenreader
NVDA (Version 2023.1)
Auflösung
1920 × 1080
Tools
Colour Contrast Analyser, PDF Accessibility Checker 2021

Veränderung nach WCAG-Kriterien

20.04.2024 eingehende Überwachung
angezeigtes 16 nicht bestanden 10 weitgehend 0 bestanden
30.01.2024 eingehende Überwachung Gutachten ansehen
3 nicht bestanden 0 weitgehend 23 bestanden
Vergleich der Prüfergebnisse nach Prüfungsdatum und Prüfart
Prüfungsdatum Prüfart Abweichende Prüfart Nicht bestanden Im Wesentlichen bestanden Bestanden
20.04.2024 eingehende Überwachung Nein 16 10 0
30.01.2024 eingehende Überwachung Nein 3 0 23
  • www.beratungsstelle-radikalisierung.de Weitere Gutachten vorhanden Web-Angebot öffnen
  • www.beratungsstelle-radikalisierung.de PDF 20240130.pdf

Prüfkriterien

Nicht bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.b
Alternativtexte für Grafiken und Objekte
nicht bestanden Die komplexe Grafik auf der Ablaufseite verfügt zwar über eine kurze Alternative, aber keine ausführliche Beschreibung an passender Stelle. Screenreader-Nutzer erhalten keinen Zugang zum Inhalt der Grafik.
4.9.1.1.1.c
Leere alt-Attribute für Layoutgrafiken
nicht bestanden Layoutgrafiken sind nicht als dekorativ gekennzeichnet (alt fehlt oder ist nicht leer), so dass Screenreader unnötig ausgegeben werden. Der alt-Text sollte leer sein oder entfernt werden.
4.9.1.3.5
Eingabezweck bestimmen
nicht bestanden Formularfelder auf der Kontaktseite und der Startseite enthalten kein autocomplete-Attribut, wodurch Benutzern kein Eingabevorschlag angeboten werden kann.
4.9.1.4.3
Kontrast (Minimum)
nicht bestanden Die blau markierten Texte erreichen abhängig vom Hintergrundbild nicht das Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, was fehlsichtigen Nutzerinnen und Nutzern das Lesen erschwert.
4.9.1.4.5
Bilder von Text
nicht bestanden Rot markierte Texte zur Navigation und zum Kontakt sind als Grafiken realisiert, obwohl sie als HTML-Text umsetzbar wären; dadurch verlieren sehbehinderte Nutzer Anpassungsmöglichkeiten.
4.9.1.4.10
Automatischer Umbruch (Reflow)
nicht bestanden Bei einer Browserbreite von 320 CSS-Pixeln überlappen sich Inhalte, zusätzliche Scrollrichtungen entstehen und der Vergrößerungsbutton verschwindet, so dass die Seite ohne horizontales Scrollen nicht nutzbar ist.
4.9.1.4.11
Nicht-Text-Kontrast
nicht bestanden Aktive Formularrahmen (z. B. Kontaktseite) haben nur einen Kontrast von 2,2:1 zum Hintergrund, wodurch fehlsichtige Nutzerinnen die Eingabefelder nicht eindeutig erkennen können.
4.9.2.4.3
Fokus-Reihenfolge
nicht bestanden Beim geöffneten Dialog werden Interaktionselemente erst am Seitenende angesteuert, während der zuvor eingestellte Fokus verdeckt wird; es ist kein Schließen über ESC möglich.
4.9.2.4.7
Fokus sichtbar
nicht bestanden Einige Bedienelemente weisen beim Tastaturnavigieren keine explizite Fokusanzeige auf; auch in der mobilen Ansicht sind visuelle Hinweise kaum erkennbar.
4.9.3.3.1
Fehlerkennzeichnung
nicht bestanden Fehlermeldungen werden nur über die Standardbrowsermeldung dargestellt, wandern beim Scrollen mit und sind nicht programmgesteuert mit den Feldern verknüpft (aria-describedby fehlt).
4.9.4.1.2
Name, Rolle, Wert (Zustand)
nicht bestanden Für aufklappbare Navigationselemente fehlt das aria-expanded-Attribut, so dass der aktuelle Zustand (ein-/ausgeklappt) assistiven Technologien nicht mitgeteilt wird.
4.9.4.1.2
Name, Rolle, Wert (Modalfenster)
nicht bestanden Das Modalfenster auf der Ablaufseite hat keine role="dialog" und aria-modal="true", sodass Screenreader-Nutzerinnen nicht erkennen, dass sich ein Dialog geöffnet hat.
4.9.6
Konformitätsanforderungen der WCAG
nicht bestanden Die geprüften Seiten erfüllen nicht durchgehend alle Anforderungen der WCAG 2.1 (A und AA); es steht auch keine barrierefreie Alternative bereit.
4.12.1.2
Barrierefreie Dokumentation
nicht bestanden Die Erklärung zur Barrierefreiheit selbst enthält die allgemeinen Mängel des Webauftritts und erfüllt daher nicht die Anforderungen an barrierefreie Dokumentation.
5.1
Technische Dokumentprüfung
nicht bestanden Das untersuchte PDF „Extrem. Kompetent. Beraten.“ enthält keine Tags, so dass keine semantische Struktur, Lesereihenfolge oder Alternativtexte gepflegt sind.
5.2
Erklärung zur Barrierefreiheit
nicht bestanden Die Erklärung nennt nicht alle Teile des Inhalts, die nicht vollständig barrierefrei gestaltet sind, wie es das BGG vorschreibt.

Im Wesentlichen bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.a
Alternativtexte für Bedienelemente
im Wesentlichen bestanden Verlinkte Grafiken besitzen nur title-Attribute, die von assistiven Technologien nicht zuverlässig ausgegeben werden. Die Textalternative sollte stattdessen im alt-Attribut oder im aria-label hinterlegt werden.
4.9.1.3.1.a
HTML-Strukturelemente für Überschriften
im Wesentlichen bestanden Auf Seiten wie ‚Benutzerhinweise‘ wird die Überschriftenstruktur übersprungen und in der Datenschutzerklärung falsch verschachtelt, was die Orientierung für Screenreader erschwert.
4.9.1.3.1.b
HTML-Strukturelemente für Listen
im Wesentlichen bestanden Visuell erkennbare Listen (z. B. auf der Erklärung zur Barrierefreiheit) sind nicht als dl ausgezeichnet. Screenreader erhalten damit keine semantisch korrekte Zuordnung.
4.9.1.3.1.d
Inhalte gegliedert
im Wesentlichen bestanden Absätze werden mit <br>-Elementen statt p-Tags umgesetzt, und strong/em werden übermäßig eingesetzt, so dass Screenreader-Inhalte unnötig betont oder leer ausgegeben werden.
4.9.1.4.4
Textgröße ändern
im Wesentlichen bestanden Bei 200%-Zoom (Browserfenster 1280×768) überlappen sich Elemente und die Lesbarkeit ist eingeschränkt, insbesondere für fehlsichtige Menschen.
4.9.1.4.13
Eingeblendeter Inhalt bei Darüberschweben (Hover) oder Fokus
im Wesentlichen bestanden Menüs öffnen sich bei Maus-Hover oder Tastaturfokus, verdecken andere Inhalte und lassen sich nur durch Verlassen des Fokus schließen. Ein ESC-Zugang oder alternative Mechanismen fehlen.
4.9.2.4.1
Blöcke überspringen
im Wesentlichen bestanden Sprunglinks sind per Tastatur erreichbar, aber nicht sichtbar, was Tastaturnutzern die Orientierung erschwert.
4.9.2.4.4
Linkzweck (im Kontext)
im Wesentlichen bestanden Die eingebaute Silbentrennung (&shy;) führt beim NVDA-Screenreader zu unverständlichen Linktexten. Die Trennzeichen sollten entfernt oder durch andere Gestaltung ersetzt werden.
4.9.4.1.2
Name, Rolle, Wert
im Wesentlichen bestanden Das Karussell auf der Startseite besitzt keine Information, dass es sich um ein Karussell handelt, sodass Screenreader-Nutzerinnen den Kontext nicht erkennen können.
4.11.7
Benutzerpräferenzen
im Wesentlichen bestanden Die Website übernimmt benutzerdefinierte Schriftgrößen nicht, obwohl relative Einheiten verwendet werden könnten, so dass sehbehinderte Anwenderinnen ihre gewählte Textgröße nicht nutzen können.

Möglicherweise verwandte Prüfungen

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