Staatliches Gutachten zur digitalen Barrierefreiheit

www.gesund.bund.de

Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Behinderungen

Blindheit Mit Hindernissen nutzbar

Screenreader-Nutzung ist grundsätzlich möglich, aber lange Alternativtexte, fehlertolerante Formularrückmeldungen und HTML-Syntaxfehler beeinträchtigen Orientierung und Effizienz deutlich.

Sehbehinderung Mit Hindernissen nutzbar

Kontrastarme Fokusindikatoren, Probleme bei Textabständen und Textgrafiken erschweren Navigation und individuelle Vergrößerung, lassen die Seite aber noch nutzbar erscheinen.

Hörbehinderung Fast barrierefrei

Die festgestellten Mängel betreffen überwiegend visuelle und strukturbezogene Aspekte, so dass gehörlose Menschen mit guter Lesekompetenz die Inhalte weitgehend ohne Einschränkungen nutzen können.

Motorische Behinderung Weitgehend zugänglich

Tastaturnutzung ist prinzipiell möglich, jedoch erschweren schwache Fokusanzeige und HTML-Syntaxfehler die sichere Orientierung bei reiner Tastaturbedienung.

Lernbehinderung Mit Hindernissen nutzbar

Unklare Fehlermeldungen, sensorische Hinweise wie „unten“ und Probleme bei Lesbarkeit (Textabstände, Textgrafiken) können Verständnis und Aufgabenbearbeitung merklich erschweren.

Neurodivergenz Mit Hindernissen nutzbar

Schwache visuelle Führung, textlastige Alternativtexte und wenig robuste Fehlerrückmeldungen können Orientierung und Aufgabenfokus beeinträchtigen, bleiben aber grundsätzlich handhabbar.

Dokumentierte Barrieren

  • Pflichtfeldfehler werden nicht verlässlich angezeigt

    Wenn ich ein Formularfeld falsch ausfülle oder ein Pflichtfeld vergesse, erhalte ich keine ausreichend klare und dauerhaft sichtbare Fehlermeldung direkt am betroffenen Feld. Die Hinweise verschwinden beim Verlassen des Feldes oder sind nicht browserunabhängig genug umgesetzt.

    Auswirkung: Ich kann Eingabefehler leicht übersehen und weiß dann nicht, was ich korrigieren muss. Das macht das Absenden von Formularen unnötig schwierig oder verhindert es ganz.

  • Fehlerhafte HTML-Struktur stört Assistenztechnik

    Auf mehreren Seiten gibt es HTML-Syntaxfehler, die die technische Struktur der Seite unzuverlässig machen. Dadurch können Hilfsmittel Inhalte, Überschriften oder Bedienelemente nicht immer korrekt erfassen.

    Auswirkung: Ich kann mich mit Screenreader oder Tastatur schlechter orientieren, weil die Seite unberechenbar wirkt. Manchmal ist dann unklar, wo ein Bereich beginnt oder welches Element gerade aktiv ist.

  • Tastaturfokus ist schwer erkennbar

    Beim Navigieren mit der Tastatur ist die aktuelle Position nicht überall gut sichtbar, weil die Fokusmarkierung zu wenig Kontrast hat. Das wird ausdrücklich auch für Chrome als Problem genannt.

    Auswirkung: Ich verliere leichter die Orientierung, wenn ich ohne Maus durch die Seite gehe. Dadurch kann ich Links und Schaltflächen verwechseln oder versehentlich das Falsche auswählen.

  • Textgrafiken lassen sich nicht gut anpassen

    Einige Überschriften oder hervorgehobene Inhalte sind als Schriftgrafiken umgesetzt statt als echter Text. Dadurch lassen sie sich bei eigener Schriftgröße, Zoom oder individuellen Einstellungen schlechter anpassen.

    Auswirkung: Ich kann solche Inhalte unter Umständen schlechter lesen oder muss stärker zoomen. Das macht das Erfassen von Überschriften und Einstiegstexten anstrengender.

  • Zeilen- und Wortabstände können Inhalte unlesbar machen

    Bei vergrößerten Textabständen bleiben nicht alle Bereiche stabil lesbar, etwa ein großes Einstiegsbild auf der Startseite. Das spricht dafür, dass Layout und Textumbruch bei Anpassungen brechen können.

    Auswirkung: Wenn ich für besseres Lesen größere Abstände oder eigene Darstellungen nutze, kann Inhalt überlappen oder verschwinden. Dann wird das Lesen und Verstehen deutlich mühsamer.

  • Alternativtexte von verlinkten Grafiken sind zu lang und umständlich

    Verlinkte Bilder haben teils sehr ausführliche Alternativtexte statt eines kurzen, klaren Zielhinweises. Dadurch wird der eigentliche Linkzweck unnötig schwer verständlich.

    Auswirkung: Wenn ich mit Screenreader navigiere, brauche ich länger, um passende Links zu finden. Das macht die Nutzung mühsamer und erhöht die Gefahr, auf den falschen Link zu gehen.

  • Hinweise mit Lageangaben statt eindeutigem Text

    Einzelne Verweise und Hinweise sind nur über Begriffe wie unten oder über Farben verständlich. Ohne den sichtbaren Kontext ist dann nicht klar, worauf sich der Hinweis bezieht.

    Auswirkung: Ich muss mehr suchen und kann Verbindungen zwischen Texten und Bedienelementen leichter missverstehen. Besonders mit Screenreader oder kognitiven Einschränkungen wird die Orientierung unsicherer.

  • Barrierefreiheitsstatus ist nicht transparent genug

    Die Erklärung zur Barrierefreiheit nennt die noch nicht barrierefrei umgesetzten Inhalte nicht ausreichend. Damit fehlt eine klare Übersicht, was aktuell noch nicht funktioniert und warum.

    Auswirkung: Ich kann vorab schlechter einschätzen, ob bestimmte Inhalte oder Funktionen für mich nutzbar sind. Das erschwert die Vorbereitung auf die Nutzung und die Einordnung von Einschränkungen.

Hinweis: Diese Zusammenfassung mit generativer KI basiert auf den Informationen aus diesem Gutachten. Künstliche Intelligenz kann Inhalte nicht automatisch barrierefrei machen oder Prüfungen durchführen. Behinderungen sind komplex und mehrschichtig, weshalb diese Analysen nicht zutreffen müssen.

Technische Umgebung

OS
Windows 10 Enterprise (Version 1909)
Browser
Firefox (Version 89.0)
Screenreader
NVDA (Version 2020.4)
Auflösung
1920×1080
Tools
Colour Contrast Analyser (Version 3.1.2), PDF Accessibility Checker 3 (Version 3.0.7.0)

Prüfkriterien

Nicht bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.3.3.1
Fehlerkennzeichnung
nicht bestanden Implementieren Sie browserunabhängige, an den fehlerhaften Feldern fixierte Fehlermeldungen, die sichtbar bleiben und beim Verlassen nicht verschwinden, um blinde und sehbehinderte Nutzer bei unvollständigen Pflichtfeldern zu unterstützen.
4.9.4.1.1
Syntaxanalyse
nicht bestanden Beheben Sie die vom W3C-Checker dokumentierten HTML-Syntaxfehler auf allen geprüften Seiten, um Assistenztechnologien eine verlässliche Struktur zu liefern.

Im Wesentlichen bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.a
Alternativtexte für Bedienelemente
im Wesentlichen bestanden Kürzen Sie die Alternativtexte der verlinkten Grafiken auf den für blinde Nutzer relevanten Zielinhalt, z. B. „Covid-19: die Erkrankung in der Übersicht“, statt ausführlicher Bildbeschreibungen.
4.9.1.3.3
Sensorische Eigenschaften
im Wesentlichen bestanden Vermeiden Sie Verweise, die allein über Positionen oder Farben verständlich sind (z. B. „unten“), und beschreiben Sie stattdessen den konkreten Linktext oder Kontext.
4.9.1.4.5
Bilder von Text
im Wesentlichen bestanden Ersetzen Sie Schriftgrafiken, die zugleich als Überschriften dienen, durch maschinenlesbaren Text, damit Nutzerschriftarten und -größen angepasst werden können.
4.9.1.4.12
Textabstand
im Wesentlichen bestanden Stellen Sie sicher, dass die vorgesehene Vergrößerung der Zeilen- und Wortabstände in allen Bereichen lesbar bleibt, etwa im großen Einstiegsbild der Startseite.
4.9.2.4.7
Fokus sichtbar
im Wesentlichen bestanden Erhöhen Sie den Kontrast der Fokusindikatoren (mindestens 3:1) auch im Chrome, damit fehlsichtige Nutzer die aktuelle Position sicher erkennen.
5.1
Erklärung zur Barrierefreiheit
im Wesentlichen bestanden Ergänzen Sie die Erklärung zur Barrierefreiheit um eine Auflistung der noch nicht vollständig barrierefreien Inhalte mit den Gründen, damit die Pflicht zur Transparenz erfüllt wird.

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