20.07.2026 · Team BarrierenWatch · ca. 2 Min. Lesezeit
Wenn eine Meldung nicht reicht: Wir starten Durchsetzungsverfahren
Eine Barriere zu melden ist immer nur der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Wenn danach nichts passiert, darf die Sache nicht einfach versanden. Das ist diskriminierend und unwürdig gegenüber den Personen, die sich die Mühe einer Barrieren-Meldung gemacht haben.
Deshalb haben wir heute bei aktuellen Meldungen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen jetzt zum ersten Mal die jeweiligen Durchsetzungsstellen eingeschaltet. Sie sollen helfen, wenn eine öffentliche Stelle nicht reagiert oder keine brauchbare Lösung anbietet. Durch ihren Status als Behörden haben diese Stellen vielleicht einen besseren Draht zu den verantwortlichen Behörden als wir und Probleme können behoben werden, ohne dass Klage erhoben werden muss, die beidseitig nur unnötige Ressourcen bindet.
Wir wollen, dass die gemeldeten Barrieren tatsächlich und systematisch verschwinden. Wenn das im direkten Austausch klappt, umso besser. Wenn nicht, nutzen wir die gesetzlichen Möglichkeiten, die genau für solche Fälle geschaffen wurden. Denn ein Recht auf digitale Barrierefreiheit nützt wenig, wenn nach der Meldung einer Barriere einfach niemand antwortet. Deshalb erinnern wir, haken nach und gehen, wenn nötig, den nächsten Schritt.
Wie es mit den Verfahren weitergeht, dokumentieren wir immer bei den aktuellen Meldungen. Wenn du selbst auf eine digitale Barriere gestoßen bist, kannst du sie uns über den Melde-Assistenten melden. Unsere Melde-Unterstützung befindet sich gerade noch in der öffentlichen Test-Phase. Wir werden sie bald offiziell vorstellen.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den Durchsetzungsbehörden. Für weitere Fragen, kontaktiert uns gerne jederzeit.