Staatliches Gutachten zur digitalen Barrierefreiheit

www.frauenrat.de

Dieses Gutachten ist wahrscheinlich veraltet. Ein Neueres vom 02.06.2023 ist verfügbar.

Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Behinderungen

Blindheit Mit Hindernissen nutzbar

Fehlende bzw. fremdsprachige Alternativtexte, unklare Semantik, Syntaxfehler und ungetaggte PDFs erschweren Screenreader-Nutzung deutlich, machen sie aber nicht vollständig unmöglich.

Sehbehinderung Kaum nutzbar

Zu geringe Text- und Nicht-Text-Kontraste sowie textbasierte Grafiken ohne echte Schrift schränken die Lesbarkeit für sehbehinderte Personen stark ein.

Hörbehinderung Fast barrierefrei

Die festgestellten Mängel betreffen vor allem visuelle und semantische Aspekte und beeinträchtigen gehörlose Menschen kaum, sofern keine relevanten Audioinhalte ohne Untertitel vorliegen.

Motorische Behinderung Mit Hindernissen nutzbar

Fehlende dauerhafte Steuerung animierter Inhalte und mögliche Probleme durch fehlerhafte Semantik erschweren Tastatur- und assistive Eingabenutzung, bleiben aber grundsätzlich nutzbar.

Lernbehinderung Mit Hindernissen nutzbar

Animierte Inhalte ohne zuverlässige Pausenfunktion, schlechte Fehlerkennzeichnung und unklare Struktur können Verständnis und Orientierung deutlich beeinträchtigen.

Neurodivergenz Mit Hindernissen nutzbar

Automatische Animationen ohne einfache Kontrolle, schwache Strukturierung und kontrastarme Bedienelemente können Konzentration, Reizfilterung und Orientierung merklich erschweren.

Veränderung

Aktuell angezeigt
9 gefundene Barrieren
7,7/10 Ø Schwere
13 gefundene Barrieren +4 zur vorherigen Prüfung
7,1/10 Ø Schwere -0,6 zur vorherigen Prüfung

Dokumentierte Barrieren

  • PDF ohne Tags nicht lesbar für Screenreader

    Ein eingebundenes PDF ist nicht strukturiert getaggt und hat deshalb keine verlässliche Lesereihenfolge oder semantische Auszeichnung. Wichtige Informationen im Dokument sind dadurch für Screenreader-Nutzende nicht zugänglich.

    Auswirkung: Ich kann den Inhalt des Dokuments nicht sinnvoll erfassen, wenn ich auf Vorlesen angewiesen bin. Ist das PDF eine zentrale Informationsquelle, ist die Nutzung praktisch stark eingeschränkt.

  • Automatische Themengalerie lässt sich nicht zuverlässig anhalten

    Die laufende Themengalerie stoppt nur bei Mouseover und läuft danach wieder weiter. Eine dauerhafte Steuerung für Tastaturbedienung oder eine nicht animierte Alternative fehlt.

    Auswirkung: Ich werde von wechselnden Inhalten abgelenkt und kann mich schlechter auf die Seite konzentrieren. Wenn ich keine Maus nutze, kann ich die Bewegung möglicherweise gar nicht kontrollieren.

  • Fehler im Newsletter-Formular werden nicht klar angezeigt

    Beim E-Mail-Feld gibt es zwar Hinweise im Browser, aber keine ausreichend programmatisch verknüpfte Fehlermeldung. Dadurch ist für technische Hilfen nicht eindeutig erkennbar, was falsch ist und wie es zu korrigieren ist.

    Auswirkung: Ich bekomme Fehler möglicherweise zu spät oder gar nicht mit, besonders mit Screenreader oder ohne Blickkontakt zum Feld. Das kann das Absenden des Formulars blockieren oder mehrfaches Probieren nötig machen.

  • Zu geringer Kontrast bei Überschriften und Formularen

    Einige Überschriften, Formularbeschriftungen und ein YouTube-Button heben sich farblich nicht ausreichend vom Hintergrund ab. Betroffen sind damit zentrale Orientierungselemente und Bedienelemente.

    Auswirkung: Ich kann Texte und Buttons schlechter erkennen, vor allem bei Sehschwäche oder ungünstigen Lichtverhältnissen. Dadurch fällt es mir schwerer, Inhalte zu finden und Formulare zu bedienen.

  • Textinhalte als Bilder nicht zugänglich

    Wichtige Zitate und Kernaussagen sind als Schriftgrafiken eingebunden statt als echter Text. Diese Inhalte lassen sich nicht an persönliche Anzeigeeinstellungen anpassen und werden von Screenreadern nicht zuverlässig erfasst.

    Auswirkung: Ich kann die Aussagen möglicherweise nicht lesen, nicht vergrößern oder nicht vorlesen lassen. Dadurch gehen mir Inhalte verloren, die für das Verstehen der Seite wichtig sein können.

  • Grafische Bedienelemente nicht verständlich beschriftet

    Mehrere klickbare Grafiken, etwa die Steuerung des Karussells, haben keinen passenden Alternativtext oder nur englische Beschriftungen. Dadurch ist für assistive Technologien nicht klar, wofür das Element da ist.

    Auswirkung: Ich kann die Schaltflächen nicht eindeutig erkennen oder sinnvoll bedienen, wenn ich auf den Screenreader angewiesen bin. Das erschwert besonders die Nutzung der Bild- oder Slidersteuerung.

  • Suche schwer erkennbar wegen schwachem Nicht-Text-Kontrast

    Suchfeld, Rahmen und Platzhaltertext haben zu wenig Kontrast zum Hintergrund. Gerade bei Formulareingaben ist die visuelle Abgrenzung dadurch schwach.

    Auswirkung: Ich erkenne das Suchfeld schlechter und mache leichter Eingabefehler. Das verlangsamt die Nutzung und kann dazu führen, dass ich die Suche nicht zuverlässig finde oder verwende.

  • Fehlerhafte HTML-Struktur erschwert assistive Nutzung

    Auf den geprüften Seiten wurden Syntaxfehler im HTML gefunden. Dadurch können Name, Rolle und Status von Elementen für Hilfstechnologien unzuverlässig übermittelt werden.

    Auswirkung: Ich kann Bedienelemente oder Inhalte falsch oder unvollständig vorgelesen bekommen. Das macht die gesamte Seite schwerer bedienbar und kann einzelne Funktionen unbrauchbar machen.

  • Unklare Seitengliederung durch Pseudo-Trennstriche

    Zur optischen Trennung werden Zeichen eingeblendet, die von Screenreadern als Inhalt vorgelesen werden. Dadurch wird die Struktur der Seite für technische Hilfen unverständlich und unnötig unterbrochen.

    Auswirkung: Ich höre beim Lesen störende und falsche Ansagen und verliere leichter den Überblick. Das macht das Erfassen von Seiteninhalten deutlich anstrengender.

Hinweis: Diese Zusammenfassung mit generativer KI basiert auf den Informationen aus diesem Gutachten. Künstliche Intelligenz kann Inhalte nicht automatisch barrierefrei machen oder Prüfungen durchführen. Behinderungen sind komplex und mehrschichtig, weshalb diese Analysen nicht zutreffen müssen.

Technische Umgebung

OS
Windows 10 Enterprise (Version 1909)
Browser
Firefox (Version 88.0)
Screenreader
NVDA (Version 2020.3)
Auflösung
1280 × 1024
Tools
Colour Contrast Analyser 3.1.1, PDF Accessibility Checker 3 3.0.7.0

Veränderung nach WCAG-Kriterien

02.06.2023 Vereinfachte Überwachung Gutachten ansehen
15 nicht bestanden 0 weitgehend 39 bestanden
19.05.2021 eingehende Überwachung
angezeigtes 8 nicht bestanden 1 weitgehend 0 bestanden
Vergleich der Prüfergebnisse nach Prüfungsdatum und Prüfart
Prüfungsdatum Prüfart Abweichende Prüfart Nicht bestanden Im Wesentlichen bestanden Bestanden
02.06.2023 Vereinfachte Überwachung Ja 15 0 39
19.05.2021 eingehende Überwachung Nein 8 1 0

Prüfkriterien

Nicht bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.3.1.d
Inhalte gegliedert
nicht bestanden Die rot markierten Trennstriche werden per CSS als content-Elemente eingefügt und für Screenreader als „100 Schrägstrich“ vorgelesen; zur Strukturierung müssen echte semantische Elemente oder Trennzeichen (z. B. hr) verwendet werden.
4.9.1.4.3
Kontrast (Minimum)
nicht bestanden Überschriften auf der Seite „Gremien“, Formularbeschriftung auf der Startseite sowie der YouTube-Button unterschreiten die erforderlichen Kontrastwerte; die Farben müssen so angepasst werden, dass sie die Mindestkontraste (4,5:1 bzw. 3:1 bei großem Text) erreichen.
4.9.1.4.5
Bilder von Text
nicht bestanden Zitate und Kernaussagen werden als Schriftgrafiken dargestellt, sie sind nicht an individuelle Anzeige­einstellungen anpassbar und nicht screenreaderzugänglich; die Informationen müssen als maschinenlesbarer Text realisiert oder mit Alternativtexten ergänzt werden.
4.9.1.4.11
Nicht-Text-Kontrast
nicht bestanden Sowohl Eingabefeld, Rahmen als auch die Vorbelegung der Suche weisen Kontraste deutlich unter 3:1 auf; die Feldumrandungen sowie Platzhaltertexte müssen so gestaltet werden, dass sie sich ausreichend vom Hintergrund abheben.
4.9.2.2.2
Pausieren, stoppen, ausblenden
nicht bestanden Die automatisch laufende Themengalerie kann nur durch Mouseover angehalten werden und startet beim Verlassen erneut; es fehlt eine dauerhafte Steuerung (insbesondere für Tastaturnutzer) und eine gleichwertige nicht-animierte Alternative.
4.9.3.3.1
Fehlerkennzeichnung
nicht bestanden Das E-Mail-Feld auf der Newsletter-Seite liefert beim Browser-Tooltip zwar Hinweise, die programmgesteuerte Auszeichnung (z. B. aria-describedby oder nahe Fehlermeldung) fehlt; fehlerhaft ausgefüllte Felder müssen eindeutig benannt und in Textform beschrieben werden.
4.9.4.1.1
Syntaxanalyse
nicht bestanden Der W3C-Checker meldet Syntaxfehler auf allen überprüften Seiten; die HTML-Struktur muss korrigiert werden, damit assistive Technologien Name, Rolle und Status zuverlässig auslesen können.
4.14
Barrierefreiheit von Dokumenten
nicht bestanden Das PDF „Gutachten-Geschlechtergerechter-Bundeshaushalt“ enthält keine Tags, daher fehlen Lesereihenfolge, Alternativtexte und semantische Auszeichnungen; das Dokument ist damit aus Sicht von Screenreadern unzugänglich und muss PDF/UA-konform erstellt werden.

Im Wesentlichen bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.a
Alternativtexte für Bedienelemente
im Wesentlichen bestanden Grafische Bedienelemente (z. B. Karussellsteuerung) verwenden gar kein alt-Attribut bzw. rein englische Alternativtexte; aussagekräftige deutschsprachige Texte sollten hinterlegt werden.

Unterstützung

Barrieren sichtbar machen kostet Geld. Hilf uns, dranzubleiben.

BarrierenWatch wird ehrenamtlich betrieben und finanziert sich über Steady-Mitgliedschaften von Menschen wie dir, die Barrierefreiheit und Inklusion voranbringen möchten. Hinter dem Projekt stehen Menschen mit Behinderung, die seit Jahren im Bereich der digitalen Barrierefreiheit oder als Aktivist*innen aktiv sind. Aktuell sind wir im Prozess der Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der dieses Engagement beheimaten soll.

ab 5 Euro
im Monat

für Recherche, Prüfungen und den Betrieb der Plattform.