Staatliches Gutachten zur digitalen Barrierefreiheit

Bundesamt für Strahlenschutz – www.bfs.de

Dieses Gutachten ist wahrscheinlich veraltet. Ein Neueres vom 26.07.2024 ist verfügbar.

Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Behinderungen

Blindheit Mit Hindernissen nutzbar

Mehrere zentrale Screenreader-relevante Aspekte wie Überschriftenstruktur, Listen, semantische Rollen und Name/Rolle/Wert interaktiver Elemente sind nicht konform und erschweren die Orientierung deutlich, auch wenn Alt-Texte überwiegend vorhanden sind.

Sehbehinderung Kaum nutzbar

Fehlende Mindestkontraste, Probleme bei Textabständen, Hover-/Fokus-Menüproblemen und nicht konsequent übernommene Benutzerpräferenzen beeinträchtigen die Lesbarkeit und Bedienbarkeit stark.

Hörbehinderung Weitgehend zugänglich

Gebärdensprachliche Informationen sind vorhanden und sonstige Probleme betreffen vor allem visuelle und strukturelle Aspekte, nicht das Hören.

Motorische Behinderung Kaum nutzbar

Unvollständige Tastaturbedienbarkeit in der mobilen Ansicht und teilweise unsichtbarer Fokus machen die Nutzung für ausschließlich tastatur- oder hilfsmittelbedienende Personen stark eingeschränkt.

Lernbehinderung Mit Hindernissen nutzbar

Leichte Sprache und klare Fehlerhilfen unterstützen, aber Strukturprobleme, unklare Formularhinweise und Layoutprobleme bei vergrößertem Text können Orientierung und Verständnis beeinträchtigen.

Neurodivergenz Mit Hindernissen nutzbar

Leichte Sprache hilft, doch inkonsistente Struktur, Hover-Menüs ohne einfache Schließmöglichkeit und Layoutüberlagerungen können zu Überforderung und Navigationsproblemen führen.

Veränderung

Aktuell angezeigt
10 gefundene Barrieren
7,4/10 Ø Schwere
14 gefundene Barrieren +4 zur vorherigen Prüfung
6,8/10 Ø Schwere -0,6 zur vorherigen Prüfung

Dokumentierte Barrieren

  • Tastaturbedienung in der mobilen Ansicht unvollständig

    Einige Elemente sind in der mobilen Ansicht nicht per Tastatur erreichbar. Damit lassen sich bestimmte Funktionen nicht vollständig ohne Maus nutzen.

    Auswirkung: Wenn ich nur mit Tastatur oder Assistenztechnik arbeite, komme ich an manche Inhalte oder Aktionen nicht heran. Das kann einzelne Aufgaben auf der Website direkt verhindern.

  • Hover-Menü blockiert die Orientierung

    Das Hauptmenü öffnet sich beim Darüberfahren und lässt sich nicht sauber per Escape oder Klick schließen. Für Tastaturnutzende und bei hoher Vergrößerung kann es Inhalte überdecken und die Bedienung stören.

    Auswirkung: Ich komme dann schlechter an die darunterliegenden Inhalte und kann Menüs nicht kontrolliert schließen. Dadurch kann die Navigation an wichtigen Stellen hängen bleiben.

  • Bedienelemente nicht zuverlässig für Screenreader verständlich

    Mehrere interaktive Elemente sind nicht ausreichend mit Rolle, Zustand oder Name ausgezeichnet. Auch ausklappbare Bereiche und mobile Bedienelemente sind dadurch nicht klar erkennbar.

    Auswirkung: Ich weiß nicht sicher, was anklickbar ist oder ob sich etwas gerade geöffnet hat. Das macht die Nutzung unsicher und kann wichtige Funktionen unverständlich machen.

  • Barrierefreie PDF-Anleitung nicht nutzbar

    Ein technisches PDF zur Beantragung von SSR-Nummern ist nicht korrekt getaggt und enthält keine saubere Überschriftenstruktur. Damit ist die Datei für assistive Technologien nur eingeschränkt erschließbar.

    Auswirkung: Ich kann die Anleitung nicht zuverlässig mit Screenreader oder Strukturnavigation lesen. Wenn ich auf diese Datei angewiesen bin, kann ich den Inhalt nur schwer nutzen.

  • Unklare Seitenstruktur für Screenreader

    Überschriften sind teils übersprungen oder falsch verschachtelt. Listen sind visuell erkennbar, aber nicht korrekt als Liste ausgezeichnet. Dadurch fehlt eine verlässliche Struktur für die Navigation.

    Auswirkung: Ich kann Inhalte schlechter überfliegen und Abschnitte schneller finden. Besonders bei längeren Seiten verliere ich leichter den Überblick und muss mehr lesen als nötig.

  • Fokus ist beim Navigieren nicht sichtbar

    Mehrere Bedienelemente zeigen beim Ansteuern per Tastatur keine sichtbare Fokushervorhebung. Dadurch ist nicht erkennbar, wo ich mich gerade befinde.

    Auswirkung: Ich kann leicht die Orientierung verlieren und aus Versehen die falsche Schaltfläche auslösen. Das macht die Bedienung mühsam und fehleranfällig.

  • Textvergrößerung führt zu Überlagerungen

    Bei größeren Textabständen kommt es zu Überschneidungen und Verlust von Lesbarkeit. Auch benutzerdefinierte Schriftgrößen werden nicht überall zuverlässig übernommen und Texte werden teils abgeschnitten.

    Auswirkung: Wenn ich meine Anzeige vergrößere, werden Inhalte schwer lesbar oder teilweise unbrauchbar. Dann kann ich Texte nicht mehr vollständig erfassen.

  • Schlechter Kontrast erschwert das Lesen

    Mehrere Texte erreichen den geforderten Mindestkontrast nicht. Betroffen sind unter anderem Bereiche auf Startseite, Kontakt und in der mobilen Ansicht.

    Auswirkung: Ich muss mich stärker anstrengen, um Text sicher zu erkennen. Bei Sehschwäche kann ich Inhalte schneller übersehen oder falsch lesen.

  • Formulare bieten keine automatische Eingabehilfe

    Felder, die personenbezogene Daten erfassen, sind nicht mit passenden autocomplete-Angaben versehen. Dadurch können Browser und Hilfsmittel keine Eingabeunterstützung anbieten.

    Auswirkung: Ich muss mehr selbst eintippen und mache eher Fehler. Das kostet Zeit und ist besonders bei wiederkehrenden Angaben umständlich.

  • Englische Sprache wird falsch vorgelesen

    Englische Wörter und Abschnitte sind nicht als andere Sprache markiert. Screenreader können sie dadurch in der falschen Aussprache vorlesen.

    Auswirkung: Ich verstehe Inhalte schlechter und muss mehrfach nachfragen oder zurückspringen. Das stört besonders bei Fachbegriffen, Links und Hinweisen.

Hinweis: Diese Zusammenfassung mit generativer KI basiert auf den Informationen aus diesem Gutachten. Künstliche Intelligenz kann Inhalte nicht automatisch barrierefrei machen oder Prüfungen durchführen. Behinderungen sind komplex und mehrschichtig, weshalb diese Analysen nicht zutreffen müssen.

Technische Umgebung

OS
Windows 10 Enterprise (Version 1909)
Browser
Firefox (Version 105.0.3)
Screenreader
NVDA (Version 2022.3.2)
Auflösung
1920 × 1080
Tools
Colour Contrast Analyser (Version 3.1.4), PDF Accessibility Checker 2021 (Version 21.0.0.0)

Veränderung nach WCAG-Kriterien

26.07.2024 Vereinfachte Überwachung Gutachten ansehen
14 nicht bestanden 1 weitgehend 39 bestanden
25.11.2022 eingehende Überwachung
angezeigtes 14 nicht bestanden 6 weitgehend 6 bestanden
Vergleich der Prüfergebnisse nach Prüfungsdatum und Prüfart
Prüfungsdatum Prüfart Abweichende Prüfart Nicht bestanden Im Wesentlichen bestanden Bestanden
26.07.2024 Vereinfachte Überwachung Ja 14 1 39
25.11.2022 eingehende Überwachung Nein 14 6 6

Prüfkriterien

Nicht bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.3.1.a
HTML-Strukturelemente für Überschriften
nicht bestanden Überschriftenebenen werden durchgängig übersprungen oder falsch verschachtelt, was Nutzern von Screenreadern die Orientierung erschwert; Ebenen sollten sequenziell und sinnvoll eingesetzt werden.
4.9.1.3.1.b
HTML-Strukturelemente für Listen
nicht bestanden Visuelle Listen werden im Quellcode nicht als ul/ol/li ausgezeichnet, was die Zuordnung von Informationen für assistive Technologien verhindert.
4.9.1.3.5
Eingabezweck bestimmen
nicht bestanden Eingabefelder, die personenbezogene Daten erfassen, sind nicht mit autocomplete-Attributen versehen; somit können Hilfen zur Eingabe nicht angeboten werden.
4.9.1.4.3
Kontrast (Minimum)
nicht bestanden Mehrere Textelemente (z. B. Startseite, Kontakt, mobil) unterschreiten den 4,5:1-Kontrastwert, wodurch sehbehinderte Personen Inhalte schlechter erkennen können.
4.9.1.4.12
Textabstand
nicht bestanden Bei maximalen Textabständen kommt es zu Überschneidungen und damit zu Verlust von Lesbarkeit; die Layoutanpassungen müssen ohne Überlagerungen möglich sein.
4.9.1.4.13
Eingeblendeter Inhalt bei Darüberschweben (Hover) oder Fokus
nicht bestanden Das Hauptmenü öffnet sich per Hover und lässt sich nicht über Escape oder einen Klick schließen, sodass Tastaturnutzer und sehbehinderte Menschen mit großer Vergrößerung den Fokus verlieren.
4.9.2.1.1
Tastatur
nicht bestanden Innerhalb der mobilen Ansicht sind bestimmte Elemente nicht über die Tastatur erreichbar; motorisch eingeschränkte Nutzer können die Funktionalität daher nicht vollständig nutzen.
4.9.2.4.7
Fokus sichtbar
nicht bestanden Mehrere Bedienelemente (z. B. Strahlenschutz-Inhalt) werden beim Ansteuern per Tastatur nicht mit einer sichtbaren Fokushervorhebung gekennzeichnet, wodurch motorisch eingeschränkte Nutzer die aktuelle Position nicht erkennen.
4.9.3.1.2
Sprache von Teilen
nicht bestanden Englischsprachige Wörter und Abschnitte sind nicht mit lang-Attributen ausgezeichnet, so dass Screenreader die Aussprache falsch auswählen.
4.9.4.1.1
Syntaxanalyse
nicht bestanden Der Quelltext ist nicht durchgängig valid, z. B. offene span-Elemente; diese Syntaxfehler erschweren Screenreadern das korrekte Interpretieren der Seite.
4.9.4.1.2
Name, Rolle, Wert
nicht bestanden Interaktive Elemente (Buttons, ausklappbare FAQ-Elemente, mobile Bedienelemente) fehlen semantische Auszeichnungen (z. B. Rollen, aria-expanded), was blinden Nutzern das Verständnis der Bedienung erschwert.
4.9.6
Konformitätsanforderungen der WCAG
nicht bestanden Die geprüften Seiten erfüllen nicht durchgehend alle WCAG- Anforderungen der Stufen A und AA; für nicht barrierefreie Inhalte werden keine Alternativen bereitgestellt.
4.12.1.2
Barrierefreie Dokumentation
nicht bestanden Die Erklärung zur Barrierefreiheit weist selbst strukturelle Mängel auf (z. B. fehlende Überschriftenkennzeichnung) und ist daher nicht barrierefrei zugänglich.
5.1
Technische Dokumentprüfung
nicht bestanden Das PDF ‚Anleitung für die Beantragung von SSR-Nummern‘ enthält weder Tags noch korrekte Überschriftenauszeichnung und erfüllt damit nicht die PDF/UA-Anforderungen.

Im Wesentlichen bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.a
Alternativtexte für Bedienelemente
im Wesentlichen bestanden Englischsprachige Alternativtexte verwenden die englische Sprache, zudem fehlen für einige grafische Bedienelemente Alternativen. Die Texte sollten aussagekräftig und deutschsprachig hinterlegt werden.
4.9.1.3.1.d
Inhalte gegliedert
im Wesentlichen bestanden Absätze werden teilweise mit doppelten Zeilenumbrüchen (br) statt mit p-Elementen strukturiert, wodurch Screenreader im Lesemodus „leer“ ausgeben.
4.9.2.4.1
Blöcke überspringen
im Wesentlichen bestanden iFrames (z. B. Datenschutz) besitzen kein title-Attribut mit Beschreibung, sodass Screenreadernutzer den Zweck des Inhalts nicht erkennen können.
4.9.3.3.2
Beschriftungen (Labels) oder Anweisungen
im Wesentlichen bestanden Die Erklärung zur Pflichtfeldkennzeichnung steht am Formularende, statt gemeinsam mit den Formularfeldern; sehbehinderte Nutzer müssen das komplette Formular durchlaufen, bevor sie die Bedeutung verstehen.
4.11.7
Benutzerpräferenzen
im Wesentlichen bestanden Benutzerdefinierte Schriftgrößen werden nicht durchgängig übernommen und Texte werden teilweise abgeschnitten; systemseitige Einstellungen sollten überall respektiert werden.
5.2
Erklärung zur Barrierefreiheit
im Wesentlichen bestanden Erklärung vorhanden, enthält Hinweise zur Kontaktaufnahme, Schlichtungsstelle und dokumentierte Barrieren der Prüfung.

Bestanden

Kriterium Status Notizen
4.9.1.1.1.b
Alternativtexte für Grafiken und Objekte
bestanden
4.9.1.1.1.c
Leere alt-Attribute für Layoutgrafiken
bestanden
4.9.3.3.3
Vorschlag bei Fehler
bestanden Eingabefehler führen zu Hilfetexten, die korrigierende Hinweise enthalten.
5.3
Feedback-Mechanismus
bestanden Feedback-Möglichkeit gemäß BGG ist vorhanden und erreichbar.
5.4
Erläuterungen in Leichter Sprache
bestanden Leichte Sprache bietet die erforderlichen Erläuterungen gemäß BITV 2.0.
5.5
Erläuterungen in Gebärdensprache
bestanden Gebärdensprachliche Informationen sind gemäß BITV 2.0 vorhanden.

Nicht anwendbar

Kriterium Status Notizen
4.9.4.1.3
Statusmeldungen
nicht anwendbar Nicht geprüft (Nicht anwendbar).

Möglicherweise verwandte Prüfungen

Umweltbundesamt

Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik

Prüfung vom 05.09.2025

Unterstützung

Barrieren sichtbar machen kostet Geld. Hilf uns, dranzubleiben.

BarrierenWatch wird ehrenamtlich betrieben und finanziert sich über Steady-Mitgliedschaften von Menschen wie dir, die Barrierefreiheit und Inklusion voranbringen möchten. Hinter dem Projekt stehen Menschen mit Behinderung, die seit Jahren im Bereich der digitalen Barrierefreiheit oder als Aktivist*innen aktiv sind. Aktuell sind wir im Prozess der Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der dieses Engagement beheimaten soll.

ab 5 Euro
im Monat

für Recherche, Prüfungen und den Betrieb der Plattform.